Was wird aus Altöl gemacht – und warum lohnt sich die fachgerechte Entsorgung für Ihren Betrieb? Altöl ist kein gewöhnlicher Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff: Der größte Teil lässt sich durch moderne Verfahren zu hochwertigen Basisölen aufbereiten, nur stark verunreinigte Reste gelangen in die energetische Verwertung. Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb kümmern wir uns seit 1977 um die Entsorgung von Altöl und Emulsionen und haben bereits über 400 Millionen Liter Altöl entsorgt. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche Recyclingverfahren zum Einsatz kommen, welche rechtlichen Pflichten gelten und wie wir als Familienunternehmen aus Mannheim den gesamten Kreislauf für Sie übernehmen.
Kurzdefinition: Altöl wird gesammelt, analysiert, nach Sammelkategorien sortiert und in Raffinerien durch Destillation, Hydrierung und Reinigung zu neuem Basisöl aufbereitet. Nicht recycelbares Altöl dient als Brennstoff in Industrieanlagen. Welche Abfallarten wir neben Altöl für Sie übernehmen, sehen Sie in der Übersicht unserer Leistungen.
Wichtigste Erkenntnisse
Was passiert mit Altöl nach der Entsorgung?
Sie fragen sich, was mit Ihrem Altöl aus der Werkstatt oder Produktion konkret geschieht? Nach der Abholung gelangt das Altöl zunächst in unsere Sammel- und Tankläger. Dort wird es analysiert und nach den vier Sammelkategorien der Altölverordnung sortiert. In Deutschland wird großer Wert auf die stoffliche Aufbereitung von Altöl gelegt – sauberes Altöl wird bevorzugt zu Basisölen aufbereitet, während nur stark verunreinigtes Öl als Brennstoff in Industriefeuerungsanlagen geht.
Altöl ist ein wertvoller Rohstoff für die Ölproduktion. Schon geringe Mengen können große Mengen Grund- und Trinkwasser verunreinigen – deshalb ist jede unsachgemäße Entsorgung über Gully oder Hausmüll verboten und kann hohe Bußgelder nach sich ziehen. Altöl darf zudem nicht mit anderen Abfällen vermischt werden. Für nahezu alle Kfz-spezifischen Abfälle betreiben wir eigene Verwertungsanlagen und arbeiten bei der Altölaufbereitung eng mit unserer Tochterfirma Petrol Plus Mineralöl GmbH zusammen. So ermöglichen wir geschlossene Kreisläufe für Werkstätten, Autohäuser, Tankstellen und Industrie in der Metropolregion Rhein-Neckar.
Altöl-Recycling: Wie wird aus Altöl wieder Basisöl?
Altöl ist ein wichtiger Sekundärrohstoff. Moderne Altölrecycling-Verfahren, das sogenannte Re-Refining, erzeugen heute Basisöle der Gruppe II und III, deren Qualitäten mit Neuöl vergleichbar sind. Das Recycling von Altöl ermöglicht die Rückführung in den Stoffkreislauf und reduziert den Bedarf an Primärstoffen erheblich. Recycling von Altöl erfordert dabei eine Laboranalyse zur Bestimmung der Verunreinigungen, bevor die Aufbereitung beginnt.
So läuft die Altölaufbereitung in einer Raffinerie ab:
- Vorbehandlung: Die Vorbehandlung von Altöl umfasst Sedimentation und Filtration zur Trennung von Verunreinigungen. Wasser, Feststoffe und leicht flüchtige Fremdstoffe werden entfernt.
- Destillation: Das Altöl wird destilliert, um verschiedene Fraktionen abzutrennen. Per Vakuumdestillation wird die Schmierölfraktion isoliert.
- Hydrierung und Raffination: Hydrierung ist ein Verfahren zur Raffination von Altöl. Dabei werden Additive, Lösemittel und Schadstoffe rückstandsfrei entfernt.
- Veredelung: Das gewonnene Basisöl wird mit Additiven für spezifische Zwecke versehen – so entstehen neue Motorenöle, Getriebeöle, Hydrauliköle und Industrieöle.
Die Hauptprodukte aus Altöl sind Basisöle, Heizöl und Fluxöl. In Deutschland wird der überwiegende Teil des gesammelten Altöls stofflich verwertet, der Rest geht in die energetische Nutzung. Das Recycling von Altöl verbraucht weniger Energie als die Neuproduktion aus Rohöl: Branchenangaben zufolge verursacht die Aufbereitung bis zu rund 60 Prozent weniger CO₂-Emissionen als die Herstellung aus Rohöl.
Über unsere Tochterfirma Petrol Plus Mineralöl GmbH, die seit 1997 analytisch qualifizierte Altöle aufbereitet, sind wir direkt an der Altölaufbereitung beteiligt und schließen so den Stoffkreislauf für unsere Kunden.
Thermische Verwertung von Altöl: Wann wird Altöl verbrannt?
Die thermische Verwertung ist nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz nachrangig zur stofflichen Nutzung. Nur wenn Altöl nicht recycelt werden kann, darf es als Brennstoff eingesetzt werden. Altöl wird häufig in industriellen Anwendungen als Heizöl oder Brennstoff genutzt – etwa in Zementwerken oder Industriefeuerungsanlagen, die strenge Emissionsgrenzwerte einhalten müssen.
Typische Gründe für die Nicht-Verwertbarkeit sind starke Kontamination mit Wasser, Lösemitteln, PCB oder anderen gefährlichen Stoffen sowie die Vermischung mit Brems- oder Kühlflüssigkeit.
| Merkmal | Stoffliche Verwertung (Re-Refining) | Thermische Verwertung (Verbrennung) |
|---|---|---|
| Vorrang nach Altölverordnung | Ja – gesetzlich bevorzugt | Nur bei Nicht-Recycelbarkeit |
| Produkt | Basisöle, Schmierstofferzeugnisse | Wärme, Energie |
| CO₂-Einsparung vs. Rohöl | Ca. 60 % weniger Emissionen | Geringer, Rohstoff wird zerstört |
| Einsatzort | Recycling-Raffinerie | Zementwerke, Industrieöfen |
| Anforderungen an Altöl | Sortenrein, geringe Verunreinigung | Auch belastetes Altöl möglich |
Als Entsorgungsfachbetrieb wählen wir nach Analyse die geeignete Verwertungsroute und halten dabei die Einhaltung der Altölverordnung und des Kreislaufwirtschaftsgesetzes strikt ein. Wir unterstützen Sie dabei, Altöl möglichst sortenrein zu sammeln, um die stoffliche Verwertung zu maximieren.
Altöl, Emulsionen und Werkstattabfälle: So werden verschiedene Fraktionen verwertet
In Kfz-Werkstätten und der Industrie fallen neben klassischem Motoröl zahlreiche verwandte Abfallarten an. Altöl muss getrennt von anderen Abfällen entsorgt werden – das gilt für jede einzelne Fraktion. So werden die wichtigsten Abfallarten verwertet:
Für die Sammlung im Betrieb stellen wir passende Sammelbehälter kostenfrei bereit – von doppelwandigen Altöltanks über Fässer und Sammeltonnen bis zu Ölfilter-Schrottcontainern. Wir sammeln alle Fraktionen ein, transportieren sie mit unserem eigenen Fuhrpark und führen sie der Verwertung zu. So benötigen Sie nur einen Ansprechpartner für alle Werkstattabfälle. Über unser eANV-Abfallportal vereinfachen wir die elektronische Nachweisführung. Eine konsequent getrennte Erfassung im Betrieb erhöht die Recyclingquote, senkt Entsorgungskosten und macht Ihr Unternehmen rechtssicher.
Rechtliche Grundlagen und Pflichten bei der Altölentsorgung
Die Altölverordnung gilt seit 1987 in Deutschland und regelt die Entsorgung von mineralischen und synthetischen Ölen. Sie wurde seitdem mehrfach angepasst und gibt der Aufbereitung zu Basisölen Vorrang vor der energetischen Nutzung. Ergänzend gilt das Kreislaufwirtschaftsgesetz, nach dem die stoffliche Verwertung Vorrang vor der Verbrennung hat.
Altöl umfasst Motorenöle, Getriebeöle und Hydrauliköle – eingeteilt in vier Sammelkategorien. Altöle dürfen nicht mit anderen Abfällen vermischt werden. Grenzwerte für PCB (max. 20 mg/kg) und Gesamthalogen (max. 2 g/kg) bestimmen, ob eine stoffliche Verwertung zulässig ist.
Schon ein Liter Altöl kann bis zu eine Million Liter Wasser verunreinigen – unsachgemäße Entsorgung kann Bußgelder im fünfstelligen Bereich und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die elektronische Nachweisführung (eANV) ist für gefährliche Abfälle seit 2010 Pflicht. Über unser eANV-Portal unterstützen wir Kunden bei Entsorgungsnachweisen, Begleitscheinen und Registerführung.
Als TÜV-zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb nach § 56 KrWG und Fachbetrieb nach § 19 WHG arbeiten wir mit geprüften WHG-Fachkräften nach § 52 AwSV, geprüften Prozessen und lückenloser Dokumentation. Ob in Mannheim, Heidelberg oder der gesamten Rhein-Neckar-Region – wir stehen Ihnen als verlässlicher Partner zur Seite.
Praxisbeispiel: Altölentsorgung mit F.K.M. Buster im Betrieb
Stellen Sie sich eine typische Kfz-Werkstatt in der Metropolregion Rhein-Neckar vor: Verschiedene Altöle aus dem Ölwechsel, volle Altöltanks, dazu Öl-Emulsionen, Ölfilter und ölverschmutzte Betriebsmittel. Genau hier setzen wir an.
Ein typischer Ablauf mit uns sieht so aus: Nach einer kostenfreien Erstberatung analysieren wir Ihre Abfallströme, stellen passende Sammelbehälter kostenfrei bereit und richten auf Wunsch unsere kostenfreie digitale Tankstandüberwachung i-eye ein. Mit unserem eigenen Fuhrpark aus Spezialfahrzeugen holen wir Altöl, Emulsionen und weitere Kfz-Abfälle in festen Touren ab. In unseren Tank- und Sammellägern bündeln wir die Mengen und führen sie anschließend der Verwertung bzw. Aufbereitung zu.
Über unser eANV-Portal erhalten Sie Entsorgungsnachweise digital – das erleichtert interne Audits und Behördenprüfungen erheblich. Zusätzlich stellen wir Ihnen CO₂-Einsparungs-Zertifikate aus, die Ihren Beitrag zum Klimaschutz dokumentieren. Statt mit mehreren Entsorgern zu jonglieren, haben Sie bei uns einen zentralen Ansprechpartner für alles rund um Altöl und Werkstattabfälle.
Seit 1977 und damit seit fast 50 Jahren sorgen wir für sichere Entsorgung und geschlossene Kreisläufe. Rufen Sie uns an unter 0621 80 44 80 oder schreiben Sie uns an mail@fkm-buster.de.
Häufige Fragen zum Thema „Was wird aus Altöl gemacht?“
Hier beantworten wir typische Praxisfragen, die im Artikel noch nicht im Detail behandelt wurden. Der Fokus liegt auf gewerblichen Erzeugern von Altöl in Werkstätten, Industrie und Fuhrparks.
Was können wir für Sie tun?
